H o c h s p a n n u n g s g e n e r a t o r

Click for big Als ich auf die Idee gekommen bin, einen einfachen Röhrenverstärker für 12V zu basteln, hab ich überlegt, woher ich denn die 250V Anodenspannung nehme. Da lief mir aus nem älteren Hochspannungsversuch die Technik wieder übern Weg: ein Rechteckgenerator, dazu hab ich nochn ordentlichen Transistor und nen Übertrager zum hochtransformieren rausgekramt. Das alles fix verkabelt, und siehe da, es sind im Leerlauf schon mal 600V drinne.



Der Schaltplan sollte Dir vom Fahrradrücklicht her bekannt vorkommen. Es ist vom Prinzip her auch genau der selbe, nur das halt keine LED, sondern ein Leistungstransistor angesteuert wird. Und die Technik hier arbeitet auch mit ner höheren Frequenz: statt 6,6Hz sinds hier satte 58,9kHz bei nem Tastverhältnis von ca. 50%. Die Daten von dem Übertrager kann ich leider nich nennen, da ich sie selber nicht kenne. Ich hab einfach mal alle Übertrager und Trafos, die hier so rumliegen ausprobiert, und einer tats halt am besten. Auf den Anschluss +12...V kannst du alles mögliche draufgeben. Ich hab da bei den Versuchen auf dieser Seite 12 und 24 V draufgebrummt.

Und was kann man mit dem Teil jetzt machen?
Mein "Lieblingsspiel" damit ist dieses: Ich fahre mit dem Finger an der Röhre lang und ziehe das Licht mit. Irgendwann Springt das Licht zur anderen Seite über und die ganze Röhre leuchtet...

Und wenn man die Trafospannung auf 24V erhöht, fängt die Röhre von ganz alleine an zu leuchten. Aufm Oszilloskop sieht das ganze dann so aus: Trafospannung einschalten, die Röhre bekommt ca. 600V ab und in ihr zündet ein Lichtbogen. Irgendwann geht dieser in nen stabilen Zustand über, das ist der Moment, in dem die Röhre heller wird, bzw. die Spannung am Oszi auf ca. 160V zusammenbricht. Und als ich mal nach noch mehr Spannung süchtig war, hab ich 36V (ich glaub, es war sogar noch mehr) auf den Eingang gegeben. Die Ausgangsspannung ließ sich nicht mehr messen, im Leerlauf schätz ich mal, warens bestimmt so 10-12kV. Jedenfalls war sie hoch genug, um damit eine 1,5m lange 36W-Leuchtstoffröhre zum leuchten und den Schalttransistor zum kochen zu bringen :-) War allerdings längst nicht so hell wie die in den Videos gezeigte 8W-Röhre.

Und gleich noch mal: auch schon bei 24V kann der Schalttransistor sehr heiß werden. Also nimm wirklich einen richtig dicken Transistor, sowas in der Drehe 300V/10A. Und am besten ein Kühlblech dranbasteln. Dann kannst Du die Schaltung auch mal ein paar Minuten durchweg laufen lassen ;-)